Wie aus der entsprechenden Klageschrift hervorgeht, die am Freitag am Handelsgericht London eingegangen ist und vom Wall Street Journal gelesen wurde, fordern die Anwälte der Bank Mellat 3,98 Milliarden Dollar Wiedergutmachung, weil der Bank wegen der britischen Sanktionen internationale Geschäfte entgangen seien.
Die Klage folgt einem Urteil des Obersten Gerichtshofs Großbritanniens vom vergangenen Juni, wonach die im Jahr 2009 verhängten Sanktionen der britischen Regierung gegen die Bank illegal sind, weil die Bank Mellat keine staatliche Finanzinstitution ist und es keinerlei Beweise für ihr Zutun am iranischen Atomprogramm gibt.
Im vergangenen Jahr hatte eine Reihe iranischer Exportunternehmen und Banken, darunter auch Mellat, bereits erfolgreich vor einem europäischen Gerichtshof gegen die ihnen auferlegten Sanktionen geklagt. Die Europäische Union geht aber gegen diese Gerichtsurteile vor oder hat die betroffenen Firmen mit neuen Sanktionen belegt.